In unserem digital gestützten Unterricht fördern wir selbstgesteuertes Lernen, bei dem unsere Lehrkräfte Prozesse vermehrt flankierend begleiten, offene Lösungswege und eine Handlungsorientierung anbieten sowie kollaborativ erstellte digitale Produkte der Schüler:innen einfordern.

Stand 01.02.2024

 

Im Umgang mit digitalen Lernumgebungen braucht es allerdings ein hohes Maß an Verbindlichkeit. Dies gelingt durch Wiederholung, Übung und Begleitung. Unsere Kinder und Jugendlichen erwerben im Laufe ihrer Schulzeit die Fähigkeit, sich Wissen selbstständig zu erarbeiten. Dabei geht es auch darum, die Plausibilität der Informationsquellen fundiert einzuschätzen. Dies stellt für uns eine Schlüsselkompetenz für mündige Schüler:innen dar.

Als Schule bieten sich bei dieser Herangehensweise neue Möglichkeiten in der Gestaltung von Lernsettings im Unterricht. Wir verpflichten uns, Wissen zu teilen, aber auch geteiltes Wissen anzunehmen. Wir alle sind aufgerufen, an der Schnittstelle zwischen Pädagogik und Informatik sowie zwischen Digitalität und Digitalisierung zu arbeiten, damit eine digitalisierungsbezogene Schulentwicklung gut gelingen kann.

 

Projekt Birdy

Hinter dem Projekt Birdy versteckt sich unser teilautomatisierter Sprachroboter, der sich mit den Schüler:innen entwickeln wird. Der Vogel wurde im 3D-Druckverfahren hergestellt, so dass wir diesen eigenständig reparieren können. Sprache und Bewegung des Vogels werden mit Arduino- und Raspberry Pi-Technologie ermöglicht. Dieses Verständnis im Zusammenspiel von Soft- und Hardware ist u.a. Basis der neuen Bildungspläne für das Fach Informatik, das ab 2025 verpflichtend vierstündig in der Mittelstufe angeboten werden muss. Durch den Einsatz von Birdy erhoffen wir uns einen spielerischen Umgang im Bereich KI-Anwendungen und von Anfang an eine Annäherung an das Verständnis von Digitalisierungsprozessen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann er Dialoge führen, den Vertretungsplan ansagen, eine Geschichte vorlesen oder englische Vokabeln abfragen. Er kann aber auch trösten und aufmuntern. Wir sind davon überzeugt, dass Birdy bald von unseren Schüler:innen bespielt und programmiert werden kann.

 

Makerspace

Unser neuer Makerspace könnte besser nicht liegen: Zentral, offen zum Mitmachen und Schauen und auf diese Weise gut im schulischen Alltag verankert, wenn es um Nachfragen oder Hilfe geht. Dabei ist es nicht relevant, wie gut die Ausstattung oder die Größe ist. Denn es geht nach Dale Dougherty vor allem um das Making Mindset. Es ist die Geisteshaltung, einfach zu machen und durch das Machen und experimentelles Spielen neue Erkenntnisse zu gewinnen, Kreativität zu entfalten und das Gelernte auch wieder mit anderen zu teilen. Aber – und das ist uns wichtig: Wer kreativ und/oder problemlösend arbeiten möchte, braucht fachliches Wissen und Handwerkzeuge. Man muss die grundlegenden Konzepte, um die es geht, verstanden haben. Der Raum unterstützt die Phasen des Kreativprozesses.

In unserem offenen Makerspace wird es digitale und analoge Bereiche und Angebote geben. Die komplette Fläche von 180qm kann flexibel zoniert werden. Es gibt Zonen zum Bauen, für das Entwickeln von Ideen, das gemeinsame Gespräch, 3D-Druck, einen Greenroom-Bereich und sogar ein in sich abgeschlossenes großes Podcaststudio. Neben der Ausstattung mit Hardware gibt es auch Microcontroller und elektronische Bauteile, Fräsen, Nähmaschinen, Grundwerkzeuge wie Hammer, Spachtel, Handbohrer, Klebepistolen, Zangen und vieles mehr. Der Makerspace soll ganztägig geöffnet sein. Hier kann gearbeitet und gelesen werden. Er ermöglicht aber auch Rückzug. Für die Betreuung im Ganztag ist der Makerspace die zentrale Fläche für alle weiteren ausgehenden Aktivitäten.